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Die Geschichte der Logopädie

Sprache und Kommunikation gibt es seit Beginn der Menschheit. Folglich treten seit diesem Zeitpunkt auch Schwierigkeiten beim Sprechen auf. Schon Aristoteles beschäftigte sich mit der Linderung und Heilung des Stotterns und anderer Sprachkrankheiten. Seither wurde viel geforscht und weiterentwickelt. Großflächig bekannt wurde die Logopädie aber erst in den 1980er Jahren.

Die logopädische Arbeit

Logopädinnen und Logopäden diagnostizieren und behandeln Sprach-, Sprech-, Stimm-, Schluck- und Hörstörungen bei Patienten aller Altersstufen. Die Behandlungen können alle motorischen, funktionellen und kognitiven Sprachbereiche sowie alle sprachlichen und nicht-sprachlichen Ebenen der Kommunikation einbeziehen. Säuglinge direkt nach der Geburt, Kleinkinder vor dem Kindergartenalter, Kindergarten- und Vorschulkinder, Schulkinder, Jugendliche und Erwachsene jeden Alters profitieren von den individuell ausgerichteten Therapiekonzepten. Mit den wachsenden sprachlichen Fähigkeiten wächst auch die erreichte oder wiedergewonnene Lebensqualität. Die Prävention rückt hierbei immer weiter in den Vordergrund.
Die logopädische Arbeit findet in Praxen, Krankenhäusern und Kliniken, Reha-Zentren, Schulen, integrativen Einrichtungen und in Heim- und Hausbesuchen statt.

Der Weg zur logopädischen Behandlung

Logopäden gehören im Gesundheitssystem zu den Heilmittelerbringern und rechnen über Rezepte (Heilmittelverordnungen) der unterschiedlichen Krankenkassen ab. Diese Verordnungen werden von Haus- und Kinderärzten, Zahnärzten, Kieferorthopäden, Internisten, Neurologen, Hals-Nasen-Ohren-Ärzten, Phoniatern und Pädaudiologen ausgestellt.
Der jeweilige Facharzt stellt die ärztliche Diagnose als Therapiegrundlage für die logopädische Behandlung. Mit seiner Verordnung findet beim Logopäden ein Erstgespräch mit einer Beratung und einem Therapieüberblick statt. Die logopädische Diagnostik gibt dann Aufschluss über die genauen Therapiebereiche und legt die Schwerpunkte für die Therapieplanung fest. Detaillierte Informationen zum Krankheits- und Entwicklungsverlauf, bisherige Befunde und Berichte weiterer Therapien aller Fachdisziplinen sind hier elementar.
Die logopädischen Behandlungen haben immer den Patienten mit seiner persönlichen Situation, seinen Möglichkeiten, Wünschen, Interessen und individuellen Zielen im Fokus. Die meist wöchentlichen Therapieeinheiten werden auf Fernziele ausgerichtet kleinschrittig geplant und vorbereitet. Logopädinnen üben mit dem Patienten neue Sprech-, Stimm- und ggf. Schlucktechniken ein, trainieren motorische und sprachliche Abläufe, bauen spielerisch Wortschatz und Sprachverständnis auf, rehabilitieren durch unterstützende Handgriffe und Massagetechniken Muskeln und Nervenbahnen und erweitern mit Bild- und Wortschatzmaterial sowie direkt in alltäglichen Situationen die sprachlichen Fähigkeiten. Unterstützt werden diese Konzepte durch z. B. Computerprogramme zur Hörwahrnehmung und Konzentrationsförderung, augengesteuerte Sprechcomputer, Impuls- und Stimulationsgeräte zur Rehabilitation von Muskeln und Nervenbahnen oder Anfertigungen aus der Orthopädie, Beatmungstechnik und dem Reha-Bedarf.
Neben der Therapie mit den kleinen oder großen Patienten ist die ständige Beratung und Aufklärung der Eltern, Angehörigen, Erzieherinnen, Lehrern und Bezugspersonen die Basis für eine erfolgreiche und effektive Behandlung.